Soziale Implikationen

Im Projekt KogniHome hat neben den ethischen, rechtlichen und sicherheitstechnischen Aspekten die Bearbeitung sozialer Fragen einen hohen Stellenwert. Dabei werden gesellschaftliche Fragestellungen bereits in der Entwicklungsphase der assistiven Technologien miteinbezogen. Der Umgang mit sozialen Fragen erfolgt auf vier unterschiedlichen Ebenen:

  • Es wird untersucht, welche Methoden geeignet sind, um technische Eigenschaften von Systemen hinsichtlich ihrer Funktionalität und Benutzerfreundlichkeit zu überprüfen, welchen Einfluss die Persönlichkeit der Nutzenden spielt, und wie sich diese auf die Akzeptanz der assistiven Technologien auswirkt. Hierfür werden Methoden sozialpsychologischer Grundlagenforschung genutzt und weiterentwickelt, um umfassende Modellierungs- und Evaluationskonzepte für die Mensch-Technik-Interaktion abzuleiten.
  • Verschiedene Gruppen von Nutzerinnen und Nutzern werden bereits im Entwicklungsprozess mit einbezogen. Das bedeutet, dass zukünftige Nutzende an der Entwicklung von Technologien partizipieren und ihre Anforderungen und Wünsche einbringen können.
  • Es wird daran geforscht, wie soziale und emotionale Aspekte berücksichtigt und in die Mensch-Technik-Interaktion eingebunden werden können, sodass die Unterstützung zum Beispiel nicht als „funktionale Belehrung“, sondern als positiv unterhaltend oder hilfsbereit erfahrbar wird.
  • Es wird untersucht, wie Systeme mit Ebenen übergreifenden Interaktionsfähigkeiten hinsichtlich verschiedenen Auslegungscharakteristika konfiguriert und mit gewünschten, unverwechselbaren Interaktionsmerkmalen versehen werden können, sodass eine individuelle „Produktpersönlichkeit“ entsteht. Dabei sollen die Systeme basale Wahrnehmungsfähigkeiten bis hin zum Erkennen sozio-emotionaler Faktoren besitzen und sich adaptiv an Gewohnheiten und Präferenzen von Nutzerinnen und Nutzern anpassen.

Kontakt

Dr. Charlotte Diehl
Universität Bielefeld
0521 106 12042
Prof. Dr. Günther Wienberg
vBS Bethel