Sicherheitstechnische Implikationen

Eine nicht angemessen abgesicherte Kommunikation zwischen den Komponenten einer vernetzten Wohnung erhöht die Gefahr von Einbrüchen oder Manipulationen und bedroht die Privatsphäre der Bewohner. Um diesen Gefahren zu begegnen, und damit die gesellschaftliche Akzeptanz von Techniken des vernetzten Wohnens zu erhöhen, müssen zunächst die einzelnen Komponenten einer vernetzten Wohnung vor unbefugtem Zugriff und vor Manipulationen geschützt sein. Die Komponenten einer vernetzten Wohnung müssen sich hierzu vor Beginn jeder Kommunikation authentisieren. Um die Bewohner einer vernetzten Wohnung vor dem unbefugten Mithören der Kommunikation oder dem Ausspionieren der Privatsphäre zu schützen, muss die Kommunikation innerhalb der Komponenten einer vernetzten Wohnung vertraulich oder verschlüsselt sein.

Das Ziel der Sicherheitsforschung in KogniHome ist die Umsetzung von sicherer, also authentisierter und vertraulicher, Kommunikation in einer vernetzten Wohnung, die zudem hohe Verfügbarkeit, Komfort und Kompatibilität garantiert. Hierzu entwerfen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ein Sicherheitstoken, also eine Hardwarekomponente zur Identifizierung und Authentifizierung von Benutzern, das die sichere Kommunikation selbst zwischen ressourcenbeschränkten Komponenten ermöglicht. Außerdem erarbeiten sie spezielle Verschlüsselungsverfahren für die feingranulare und komfortable Zugriffskontrolle auf sensible Daten. Schließlich sollen spezielle Testverfahren ausgearbeitet werden, die sicherstellen, dass Geräte unterschiedlicher Hersteller auf hohem Sicherheitsniveau problemlos kommunizieren können.

Kontakt

Prof. Dr. Johannes Blömer
Universität Paderborn
05251 60 6651